Politik

Der Kulturbericht 2024 liegt vor und die IG KiKK hat diesen mit Fokus auf die freie Szene analysiert. Der Kulturbericht 2024 wurde mit deutlicher Verzögerung erst am 19. März 2026 beschlossen und öffentlich zugänglich gemacht. Die Mittel für Kunst und Kultur wurden 2024 erhöht, was in Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen ein wichtiges Signal ist. In unserer Analyse des Kulturbudgets 2024 haben wir untersucht, wie sich diese Erhöhung verteilt haben: Die Ergebnisse zeigen, dass sich bestehende Ungleichgewichte in der Mittelverteilung weiter verstärken. Sie machen deutlich, dass eine Erhöhung des Kulturbudgets auf 1 % der Gesamtausgaben notwendig ist, um die freie Kulturszene langfristig und nachhaltig abzusichern!
Am 19. März 2026 hat der Kärntner Landtag die erste Kunst- und Kulturstrategie des Landes beschlossen – eingebettet in die letzte Rede von Landeshauptmann Peter Kaiser. Der Beschluss markiert damit nicht nur einen kulturpolitischen Meilenstein, sondern auch einen politischen Übergang.
Die geplanten Kürzungen bei den direkten Förderungen des Bundes lösen auch in Kunst und Kultur Verunsicherung aus. Sollte der angekündigte Kürzungspfad umgesetzt werden, drohen bis 2029 Einschnitte von über 60 Millionen Euro. Noch ist das nicht festgeschrieben. Umso dringlicher sind jetzt klare politische Zusagen zur Absicherung freier Kunst- und Kulturarbeit.
Rettet das Kulturland Steiermark - Jetzt Petition unterstützen! Wir rufen zur Unterstützung der Petition von #kulturlandretten auf. In der Steiermark droht mit dem Wegfall der ORF-Landesabgabe ab 2027 ein Drittel der Finanzierungsgrundlage für Kunst und Kultur wegzubrechen. Das ist weder sachpolitisch zwingend noch alternativlos, sondern eine politische Entscheidung. Wer die Sicherung dieser Mittel verschleppt, nimmt die Aushungerung kultureller Infrastruktur bewusst in Kauf. Dabei sind Kunst und Kultur unverzichtbar: für demokratische Öffentlichkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und kritische Auseinandersetzung. Den politischen Angriffen darauf gilt es entschieden entgegenzutreten.
Hatten wir den Freiwilligenbericht hier nicht erst? Nicht ganz. Während die kürzlich analysierte Erhebung zur Freiwilligentätigkeit vor allem die blanken Zahlen lieferte, verspricht der nun vorgelegte Freiwilligenbericht, über die bloße Statistik hinaus die „Lage und Entwicklung des freiwilligen Engagements“ in Österreich darzustellen. Eine Auswertung der statistischen Grundlage und Schlüsse daraus bleibt er jedoch schuldig – wirklich aufschlussreich wird er nur dort, wo Organisationen selbst zu Wort kommen.
Zum feministischen Kampftag 2026 greifen wir die jüngst ausgegebene Devise für einen feministischen Streik auf: Enough! Basta! Genug! Auch in Kunst und Kultur reicht es, dass wir uns mit Armut, Diskriminierung und Prekarität herumschlagen. Ein Aufruf von FIFTITU%, IG Kultur Österreich und IG Bildende Kunst.
Ein Puzzle in den Parteifarben der aktuellen Bundesregierung - rot, türkis und pink Vor fast exakt einem Jahr ist die Bundesregierung ihr Amt angetreten. Die kulturpolitische Agenda war ambitioniert, stand jedoch von Anfang an unter Budgetvorbehalt. Welche Maßnahmen wurden seither auf den Weg gebracht – und wie schlagen sie sich im Alltag der Kulturarbeit nieder? Eine Zwischenbilanz mit Fokus auf die freie Kulturarbeit.
Waage auf farbigem Untergrund; Die Expert:innen der ARGE Kulturelle Vielfalt resümieren nach einem Jahr Bundesregierung zur Lage der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen: Gerade in der Zweiten Republik war der Schutz dieser zentralen europäischen Errungenschaft noch nie so wichtig wie heute. Doch einzelne positive Schritte stehen strukturellen Verschlechterungen gegenüber. Budgetkürzungen gefährden die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen als demokratisches Fundament, und autoritäre Angriffe haben weiter zugelegt.
Schwebende Euroscheine vor schwarzem Hintergrund mit eingeblendetem Titel. Aktuell ist die Zukunft des gesamten Kultursektors in der Steiermark bedroht: Für das laufende Jahr fehlt eine ausreichende Budgetdeckung – und durch die geplante Abschaffung der ORF-Landesabgabe droht dem Kulturbudget ein Ausfall von rund 25 Millionen Euro.
Ein mehrfarbiges leeres Organigramm mit bunten Stiften außenrum, ©️ AdobeStock In Kärnten soll die eigenständige Kulturabteilung abgeschafft werden. Warum das keine unbedeutende Veränderung im Kärntner Verwaltungs-Organigramm ist, sondern ein Warnzeichen für den politischen Stellenwert von Kunst und Kultur ganz allgemein – mit unvermeidbaren Folgen für die Praxis und mit Relevanz über Kärnten hinaus.
Der Gemeinderat in Klagenfurt|Celovec ging am 11. Februar 2026 erneut ohne Budgetbeschluss auseinander. Statt die finanzielle Sanierung der Landeshauptstadt voranzutreiben, verlor er sich in Regressforderungen und Gutachtenaffären. Währenddessen durchlebt die Zivilgesellschaft eine Dauerkrise.
Die eigenständige Abteilung 14 – Kunst und Kultur der Kärntner Landesregierung steht aktuell im Zuge einer Verwaltungsreform zur Diskussion. Eine Herabstufung oder Auflösung dieser Abteilung wäre ein deutlicher kulturpolitischer Rückschritt – und würde die Strukturen, die Kunst und Kultur in Kärnten | Koroška stark machen, erheblich schwächen. Wir fordern die Kärntner Landesregierung auf, die Abteilung 14 – Kunst und Kultur als eigenständige Abteilung zu erhalten. Kunst und Kultur brauchen Eigenständigkeit, Kompetenz und strukturelle Absicherung, um die kulturelle Vielfalt, demokratische Diskurse und die Lebensqualität in Kärnten | Koroška zu stärken.