Antifaschismus

Schulworkshop, Foto: © Društvo Der Peršmanhof ist weit mehr als ein Museum: Er ist ein ein Ort der Vermittlung von Geschichte, Erinnerung und Zivilcourage. Er macht sichtbar, was in Österreichs Erinnerungskultur lange verdrängt wurde – die Verfolgung der Kärntner Slowen*innen und die zentrale Rolle des Partisan*innenwiderstands bei der Befreiung vom Nationalsozialismus. Warum dieser Ort bis heute umkämpft ist und weshalb seine Gedenk- und Bildungsarbeit ein demokratiepolitischer Prüfstein bleibt.
Demonstration „Manjšinski Štrajk“ des Klubs slovenskih študentk*študentov na Dunaju / Klub slowenischer Studierender in Wien (KSŠŠD) und des Hrvatski akademski klub / Kroatischer akademischer Klub (HAK), 15.05.2025. © Grilic Kulturarbeit ist eine bedeutsame Soft Power – vor allem für marginalisierte Communitys und vulnerable Positionen. Denn in einer Gesellschaft, die von den starren Vorstellungen bezüglich „Vaterland“ und „Muttersprache“ geprägt ist, bleiben Minderheiten oftmals nur die Aktionsräume Kunst und Kultur, um ihre Bedürfnisse, Emotionen und Forderungen artikulieren zu können. Über Partisan*innenkunst und antifaschistische Kulturarbeit in Kärnten/Koroška.
Am 27. Juli 2025 stürmten laut Zeug:innenaussagen rund 30 Polizeibeamt:innen, Einsatzkräfte der Schnellen Interventionsgruppe und eine Polizeihundeführerin mit Helikopter und Drohne die Gedenkstätte Peršmanhof. Anlass für die Razzia sollen angebliche Verwaltungsübertretungen im Bereich des Camping- und Naturschutzgesetzes während des dort stattfindenden Antifa-Camps gewesen sein. Der Vorfall löste einen internationalen Skandal aus und hinterließ tiefe Spuren bei den Teilnehmenden, den Organisator:innen des Camps, der slowenischen Volksgruppe und den Betreiber:innen des Museums Peršman.
Trotz zunehmend autoritär-völkischer Formierung der ungarischen Gesellschaft ging die Pride Parade heuer ohne größere Zwischenfälle über die Bühne.